Eine Katze bettelt gern, und viele von uns füllen dann einfach nach. Das Problem: Katzen sind kleine Tiere, bei denen schon ein paar Gramm zu viel pro Tag auf Dauer zu Speck werden. Umgekehrt soll deine Katze natürlich auch satt und zufrieden sein. Wir zeigen dir, wie du die passende Tagesmenge findest, ganz ohne Rechenstress, aber mit einem klaren Gefühl dafür, was drin sein sollte.
Der Kalorienbedarf als Ausgangspunkt
Als grobe Orientierung braucht eine normalgewichtige, erwachsene Wohnungskatze etwa 50 bis 60 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Eine vier Kilogramm schwere Katze liegt also ungefähr bei 200 bis 240 Kilokalorien täglich. Das ist bewusst eine Spanne, denn eine ruhige Stubenkatze braucht eher weniger, eine junge, aktive Katze eher mehr. Kastrierte Tiere haben oft einen etwas niedrigeren Bedarf, weil ihr Stoffwechsel ruhiger läuft. Nimm diese Zahl als Startwert und passe sie an deine Katze an.
Von Kalorien zur echten Portion
Kilokalorien allein füllen keinen Napf, deshalb kommt jetzt die Verpackung ins Spiel. Auf jedem Futter steht die Energiedichte, meist als Angabe pro 100 Gramm. Damit rechnest du aus, wie viel Gramm den Tagesbedarf decken. Wichtig ist der große Unterschied zwischen den Futterarten: Nassfutter enthält viel Wasser und damit wenige Kalorien pro Gramm, Trockenfutter ist sehr energiereich. Von Trockenfutter braucht deine Katze also nur kleine Mengen. Das gesamte Sortiment findest du gebündelt unter Katzenfutter.

Nassfutter als Basis der Ration
Für die meisten Katzen ist ein hoher Nassfutteranteil ideal, weil er nebenbei Flüssigkeit liefert und bei weniger Kalorien gut sättigt. Genau das ist ein Vorteil, wenn deine Katze zum Zunehmen neigt: Sie bekommt ein ordentliches Napfvolumen, ohne dass die Kalorien explodieren. Wenn du Nass- und Trockenfutter kombinierst, teile den Tagesbedarf auf beide auf und reduziere jede Menge entsprechend. Eine große Auswahl gibt es im Katzen-Nassfutter.

Übergewicht vermeiden, bevor es entsteht
Viele Wohnungskatzen wiegen zu viel, und es passiert schleichend. Der beste Schutz ist, gar nicht erst nachzufüllen, sobald der Napf leer ist. Wiege die Tagesration morgens ab und gib nur diese Menge, verteilt über den Tag. Prüfe regelmäßig die Figur deiner Katze: Du solltest die Rippen unter einer dünnen Fettschicht ertasten können und von oben eine leichte Taille erkennen. Hängt der Bauch und sind die Rippen verschwunden, ist es Zeit, die Menge zu reduzieren. Leckerlis zählen dabei immer mit und sollten die Ration nicht sprengen.
Die Ration richtig aufteilen
Katzen sind von Natur aus Snacker, die in der freien Natur viele kleine Beutetiere über den Tag fangen. Dem kommst du entgegen, wenn du die Tagesmenge auf mehrere kleine Portionen verteilst statt auf eine große. Das beugt Heißhunger vor und hält den Stoffwechsel gleichmäßiger. Ein Futterautomat oder ein Futterspielzeug kann helfen, wenn du tagsüber außer Haus bist.
Häufige Fragen
Soll ich meine Katze frei fressen lassen?
Bei Trockenfutter zur freien Verfügung fressen viele Katzen mehr als sie brauchen. Besser sind abgemessene Portionen. Nur wenige, sehr disziplinierte Katzen halten ihr Gewicht bei freiem Zugang.
Meine Katze ist ständig am Napf. Hat sie zu wenig?
Oft ist es Gewohnheit oder Langeweile, nicht echter Hunger. Stimmt die Figur, ist die Menge in Ordnung. Mehr Nassfutter mit großem Volumen kann das Sattgefühl verbessern.
Wie viel Wasser braucht meine Katze zusätzlich?
Frisches Wasser sollte immer bereitstehen. Bei viel Nassfutter trinkt deine Katze von sich aus weniger, das ist normal. Bei überwiegender Trockenfütterung achte besonders auf ausreichend Trinkgelegenheiten.
Die richtige Menge ist eine Frage der Kontrolle
Wie viel deine Katze braucht, hängt von Gewicht, Alter und Aktivität ab. Starte mit dem Kalorienbedarf, rechne ihn über die Verpackung in Gramm um und behalte die Figur deiner Katze im Blick. Wenn du abgemessene Portionen gibst, den Napf nicht ständig nachfüllst und Leckerlis einrechnest, bleibt deine Katze schlank und gesund. Regelmäßige kleine Kontrollen sind der einfachste Weg dahin.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Wenn deine Katze ungewollt zu- oder abnimmt oder ihr Fressverhalten sich plötzlich ändert, lass sie bitte tierärztlich untersuchen.